3-MCPD-Fettsäureester
Interessiert Sie das Thema 3-MCPD-Fettsäurerester? Mehr dazu erfahren Sie in unserem Spotlight Nr. 10. (03.01.2012/RE) Laborbetrieb über die Festtage
Ein Teil unseres Teams ist auch zwischen den Festtagen für Sie da. Wir haben vom 27. bis zum 30. Dezember normal geöffnet und sind wie üblich erreichbar (Telefonzentrale +41 44 283 29 30). Ab dem 3. Januar 2012 sind wir wieder in voller Besetzung im Einsatz. Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und einen guten Start ins neue Jahr! (24.12.2011/RE) E-Hygienetest
In Zusammenarbeit mit Qualinet Consulting AG hat Labor Veritas AG einen Onlinetest zum Thema Hygiene in der Gastronomie entwickelt. Der Test ist in drei verschiedenen Stufen erhältlich (Angelernte - Fachleute - Vorgesetzte) und umfasst je nach Level 20 bis 30 Fragen zu den Themen Mikrobiologie, Personalhygiene, Betriebshygiene, Lebensmittelhygiene und Selbstkontrolle/Lebensmittelrecht. Der Test kann vom jedem Computer mit Internetanschluss ausgeführt werden. Nach Abschluss des Tests erhält man ein Zertifikat, in dem der Erfolg bzw. die Wissenslücken in den verschiedenen Themenbereichen ausgewiesen werden, jedoch keine Antworten. Der Test dient damit der Standortbestimmung der Mitarbeitenden im Betrieb. Im Anschluss kann eine gezielte Schulung durchgeführt werden, in der die Fragen bearbeitet und Wissenslücken aufgefüllt werden.
Für einen kostenlosen Demo-Test klicken Sie bitte hier: http://demotests.educationpool.ch/?testnr=1111013 Weiterführende Informationen erhalten Sie von Susanne Losio. (17.10.2011/SL) Denkanstösse für das Hygiene- und HACCP-Konzept von Gastronomen (Teil 1)
Die von Labor Veritas AG und der Hotelfachschule Belvoirpark
gemeinsam organisierte Hygienetagung fand dieses Jahr am 3. Oktober statt und
war vollständig ausgebucht.
Für die Themen- und Referentenauswahl sowie die Moderation waren
Anton Pfefferle (HF Belvoirpark) und Dr. René Eisenring (Labor Veritas AG)
verantwortlich. Als erfahrener Planer übernahm Klaus Mosimann (GaPlan GmbH,
Würenlingen) im Rahmen der Tagung die Aufgabe, Konzepte und Konstruktionen im Küchenbau bezüglich Hygiene kritisch
zu hinterfragen. Der Referent beschrieb
zahlreiche Design- und Konstruktionsmängel, welche zwangsläufig Hygieneprobleme
verursachen – wie z.B. zu kleine Anlieferung, fehlende Bodenabläufe oder
ungeeignete Materialien für Böden und Wände. Nicht selten führen eine schlechte
Bauplanung oder ein hoher Zeitdruck zu Situationen, welche eine aus
hygienischer Sicht saubere Montage verunmöglichen. Der Referent ist überzeugt,
dass bei Planung und Montage von Neuküchen oder bei der Realisierung von
Küchensanierungen oft am falschen Ort gespart wird. Die eingesparten Kosten
sind relativ rasch mit höheren Betriebs- und Unterhaltskosten wieder verspielt!
Legionellen sind
grundsätzlich kein Risiko für die Lebensmittelsicherheit. Dennoch können einzelne
Stämme dieser Keimgruppe für Hotel- und Wellness-Betriebe bzw. deren Gäste
unangenehme Folgen haben. Laut Dr. Sylvia Gautsch (Kantonslabor Basel-Stadt)
können gewisse Legionellenstämme über das Einatmen von belasteten Aerosolen zu
lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen. Verkalkte Leitungen und
Duschbrausen sowie Standwasser in unbenutzten Leitungen sind Beispiele von
«ökologischen Nischen» für Legionellen. Entkalkung, Reinigung und regelmässiges
Durchspülen der Leitungen sind einige der empfohlenen Gegenmassnahmen. Zudem
sollte das Wassernetz so ausgelegt werden, dass Wassertemperaturen im Netz wie
auch an den Bezugsstellen zwischen 20 und 55 °C mit Sicherheit vermieden
werden.
Kochgeschirr, Essbesteck, Frischhaltefolien usw. zählen zu
den so genannten Bedarfsgegenständen oder Lebensmittelkontaktmaterialien. Dr.
Gregor McCombie (Kantonslabor Zürich) erklärte anhand verschiedener Beispiele
(Dosenbeschichtungen, Druckfarben auf Weichpackungen, Mineralöl in Jute usw.),
wo die Probleme liegen. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die
organischen Verunreinigungen in Lebensmitteln mehrheitlich von
Bedarfsgegenständen herrühren. Und wie erfüllt der Gastronom seine
diesbezügliche Sorgfaltspflicht? Indem er sein Material von vertrauenswürdigen
Lieferanten bezieht, welche für die Lebensmitteltauglichkeit der Produkte
einstehen. Oder indem er unter gewissen Umständen Konformitätserklärungen anfordert.
Und nicht zuletzt: Indem er den vorgesehenen Verwendungszweck beachtet (u.a.
Einhaltung von Temperaturmaxima, Vermeidung von Kontakt zwichen Aluminium und
sauren Lebensmitteln).
(05.10.2011/RE) Denkanstösse für das Hygiene- und HACCP-Konzept von Gastronomen (Teil 2)
Reto Thörig (Abteilung Hotellerie des
Universitätsspitals Basel) stellte sich die Frage, ob man mit dem Kennen von kulturellen Unterschieden, welche in
den meisten Fällen einen religiösen Hintergrund haben, die Personalhygiene nicht gezielter beeinflussen könnte. Er gab die
Antwort anhand eines konkreten Beispiels, indem er das Thema Handhygiene aus
der Sicht der verschiedenen Religionen beleuchtete. Mit dem entsprechenden
Wissen können in Schulungen oder gegebenenfalls auch indivuell spezifische
Personalhygieneprobleme vorbeugend angesprochen werden. Letztlich ändert aber
alles Wissen über kulturelle Unterschiede nichts an der Tatsache, dass das
direkte Ansprechen von Unzulänglichkeiten bei der persönlichen Hygiene eine
delikate Angelegenheit und eine wichtige
Führungsaufgabe ist.
Was darf auf den
Teller und was nicht? Dr. Rolf Etter (Kantonschemiker Zürich) ging in
seinem Referat mit dem Titel «Es ist angerichtet!» auf diese Frage ein. Es wird
schnell klar, dass selbst so harmlos daherkommende und natürlich klingende
Kreationen wie zum Beispiel die Heusuppe nicht auf die Speisekarte gehören,
weil Heu schlicht kein Lebensmittel ist. Auf Rosen und andere Dekoblüten sollte
grundsätzlich verzichtet werden, wenn diese den üblichen Chemikalien-Cocktails
für Schnittblumen ausgesetzt waren. Auch wenn dies verschiedene Kulinariker
anders sehen, sind Skorpione in der Schweiz als Lebensmittel nicht zulässig.
Aber selbst vertraute Rohstoffe wie die Holunderbeere kann zum Problem werden,
wenn gewisse Eigenheiten nicht berücksichtigt werden; denn rohe Holunderbeeren
in einem Birchermüesli können zu Übelkeit führen – sie sind giftig! Im Weiteren wies der Referent darauf hin, dass nicht nur auf
dem Teller, sondern auch auf der Speisekarte Grenzen gesetzt sind.
Gesundheitsgezogene Angaben haben auf Speisekarten und in gastronomischen
Werbungen nichts verloren, da der Wirt eben Wirt ist und nicht Apotheker.
Die EHEC gerieten
im Mai und Juni dieses Jahres in die Schlagzeilen. Das Geschäft der Gurken- und
anderer Gemüseproduzenten erlitt dadurch massive Einbussen, obschon während
langer Zeit über die Ursache keine Einigkeit herrschte. Offiziell gilt die Epidemie
zwar als abgeschlossen. Prof. Roger Stephan (Universität Zürich) machte
allerdings darauf aufmerksam, dass ein nächster Ausbruch durch EHEC oder andere
Krankheitserreger mit Bestimmtheit auf uns zukommen werde; es sei lediglich
eine Frage des Zeitpunkts. Und welche Lehren sollte der Gastronom aus dem
frühsommerlichen Schlagzeilen-Hype für sich und sein HACCP-Konzept ziehen? Die
konsequente Schulung und Einhaltung von Personalhygienemassnahmen sind
unerlässlich. Jährliche Stuhluntersuchungen sind kein probates Mittel, die
Sicherheit zu verbessern, da jede Analyse nur eine Momentanaufnahme darstellt.
Wichtig ist, die Risikolebensmittel zu kennen: rohes
Fleisch, rohe Milch und rohe pflanzliche Produkte. Zudem muss man wissen, dass
EHEC säureresistent sind, sich aber durch Pasteurisation eliminieren lassen.
Der Referent bringt es mit einer «Formel» auf den Punkt: «Cook it, peal it or
forget it!».
Am Schluss der Tagung stellten sich die Referenten und
weitere Gäste (Thomas Fahrni, Gastrosuisse; Dr. Susanne Losio, Labor Veritas
AG) für «Diskussionen im kleinen Kreise» zur Verfügung. Zahlreiche
Tagungsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich konkrete Fragen beantworten zu
lassen oder provozierten interessante Streitgespräche.
Die zahlreichen positiven Feedback motivieren uns,
auch im kommenden Jahr eine Hygienetagung für die Gastronomie durchzuführen.
Voraussichtlicher Termin: Montag, 11. Juni 2012. Anmeldungen werden ab sofort unter
hygienetagung@laborveritas.ch entgegegenommen. (05.10.2011/RE) Abwassermessungen
Labor Veritas AG unterstützt Sie sowohl technisch
als auch analytisch bei der Erhebung betrieblicher Abwasserkenndaten.
Mittels automatischem Probenehmer sind zeit- oder
mengenproportionale Abflussmessungen über repräsentative Zeiträume durchführbar.
Die gewonnenen Daten werden in einem Bericht dokumentiert und beinhalten
neben den Tageskonzentrationen auch die Tages- und Jahresfrachten sowie eine
Umrechnung auf Einwohnergleichwerte.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte Spotlight Nr. 9. Oder wenden Sie sich direkt an Anna Doberer oder Georg Grosjean!
(21.09.2011/AD) |