Start im vor letzten Jahrhundert
1889
gründeten
die
schweizerischen
Brauereien
unter
dem
Namen
«Schweizerische
wissenschaftliche
Station
für
Brauerei
in
Zürich»
und
später
«Versuchsstation
Schweizerischer
Brauereien
(VSB)»
eine
Genossenschaft
als
Forschungs-
und
Qualitätssicherungsinstrument.
Die
ursprüngliche
Zweckbestimmung beschränkte sich folglich während vieler Jahrzehnte ausschliesslich
auf Analytik und Technologie des
Brauwesens.
Vom
Brauinstitut zum vielseitigen
Dienstleistungslabor |
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Der
Konzentrationsprozess
im
schweizerischen
Biermarkt
ist nicht
nur eine
Zeiterscheinung
der heutigen
schnelllebigen Wirtschaft,
sondern
war über das gesamte
20. Jahrhundert
zu beobachten.
Aufgrund
dieser Entwicklung standen
für die
damalige
VSB zwei
grundsätzlich verschiedene Strategien zur
Diskussion:
1.
Analytik-
und Consulting-Dienstleistungen
für die
Brauerei-
und Getränkeindustrie (bestehendes
Dienstleistungsangebot)
aktiv
auf
dem
internationalen
Markt anzubieten.
2. Kernkompetenz
Bier
und Getränke
weiterhin
zu pflegen; das bestehende Dienstleistungsangebot
wäre
zusätzlich
auf
andere
Lebensmittel bzw. Matrizes auszudehnen.
Gemessen
an den
zur Verfügung
stehenden
Ressourcen
(z.B.
stark
beschränktes
Marketingbudget)
und den
dominanten,
zumindest teilweise staatlich geförderten Brauinstituten
Deutschlands
war es
naheliegend, sich eingehender um den
Schweizer
Markt
bzw. um eine Diversifikation des Dienstleistungsangebotes
im Grossraum
Zürich
zu kümmern.
In der
zweiten Hälfte
der 1980er-Jahre
wurden
in Form
von Pestiziduntersuchungen bei
Früchten
und
Gemüse
zum ersten
Mal in
der Geschichte
der Versuchsstation
Analysen
ausserhalb
der Getränkeindustrie
angeboten.
Der Name
Versuchsstation
Schweizerischer Brauereien (VSB) wurde
beim
Ansprechen
von potentiellen
Kunden ausserhalb
der Getränkeindustrie
zunehmend
zu einem
Problem.
Der Zweitname «Vertrauenslabor
für Spezialanalytik
und Betriebshygiene»
war als
Kompromiss
gedacht
und ebenfalls
unter der Kurzform VSB zu
führen.
Die VSB
erlebte mit der Akquisition der im Wasser- und
Umweltbereich
aktiven
Labor
Roth
AG per
1.1.1998
einen
weiteren
Diversifikationsschub,
indem sich die Umweltanalytik als neues Standbein
etablieren
konnte.
Zur Ausschöpfung von Synergien wurden die Firmen
per 1.1.1999
teilweise
organisatorisch
zusammengeführt.
Aus
VSB
wird
Labor
Veritas
Mit
«Labor
Roth
AG»
war
nun ein
dritter
Firmenname
Bestandteil
des VSB-Tagesgeschäftes.
Die Parallelführung
der drei
Namen
brachte
zwangsläufig
Probleme
mit sich. Dieser
Argumentation
folgend
stimmten
die VSB-Genossenschafter an der Generalversammlung
vom 25.
März
1999
einer
Statutenrevision
zu, welche
unter
anderem
den Neuauftritt
der VSB
(inkl. Labor Roth AG) unter
dem
geschützten
Namen
«Labor
Veritas» ermöglichte (Eidgenössisches Institut für
Geistiges
Eigentum:
Markeneintragungen
Nr. 460077
und
460269).
Der
Neuauftritt
wurde
per
1. Juli
1999
lanciert.
Nach
einem grösseren Umbauprojekt an der Engimattstrasse
11
wurde
im August
2000
die Labor
Roth
AG physisch
und per 31. Dezember 2000
handelsrechtlich
in die
Mutterfirma
Labor
Veritas integriert.
Der Weg
in
die
Eigenständigkeit
1999
wurden
die
seit
Jahren
konstant
gehaltenen
Mitgliederbeiträge
zum ersten
Mal gesenkt,
mit dem
Ziel,
die Brauereien
von den
jährlichen
Branchenbeiträgen zu befreien
und gleichzeitig
Labor
Veritas
in die
Eigenwirtschaftlichkeit
zu führen.
Eine
im Sommer
2000
durchgeführte
schriftliche
Befragung
der Genossenschaftsmitglieder
zeigte,
dass
der Willen
der schweizerischen
Brauerei-
und
Getränkebranche,
auch
in Zukunft
mit
Labor
Veritas
technologisch-
naturwissenschaftlich
orientiertes
Fachwissen vor Ort
zu
pflegen,
nach
wie vor
vorhanden war.
Stichworte
wie
Selbständigkeit,
Eigenwirtschaftlichkeit,
Kapitalbedarf,
Pflege
von
branchenspezifischer
Fachkompetenz,
Branchenvertretung,
Ansprechpartner
vor
Ort,
Unabhängigkeit,
Troubleshooter
auf Abruf
usw.
führten
zwangsläufig
zu materiellen
und politischen
Widersprüchlichkeiten.
Nebst
einer
Weiterführung
als Genossenschaft
wurden
alle
erdenklichen
Varianten
für eine
künftige
Neuausrichtung
geprüft
und
diskutiert.
Aus diesen
Grundsatzgesprächen
ging
das Projekt
Management-Buy-out
(MBO)
als
aussichtsreichste
und erfolgversprechendste
Variante
hervor.
Nach
intensiven
Vorbereitungsarbeiten
(Zusammenarbeit
zwischen
Vorstands- und
Geschäftsleitungsmitgliedern)
wurde
anlässlich der
ausserordentlichen
Generalversammlung
vom
6.
September
2001
die Neuausrichtung
von
Labor
Veritas
bzw.
das
MBO-Projekt
einstimmig
angenommen.
Danach
wurde
die Genossenschaft
«Labor
Veritas»
in «Genossenschaft
Haus der Getränke»
umfirmiert
(Handelsregister-Eintrag
vom 7.11.2001).
Die
Genossenschaft
Haus
der
Getränke
ist Eigentümerin
der
Liegenschaft
Engimattstrasse
11
in
Zürich
und bezweckt
die Wahrung
der gemeinsamen
Interessen
der Getränkeindustrie.
Gründung
der
Aktiengesellschaft
Am
29.
Oktober
2001
fand
die
Gründungsversammlung
einer
Aktiengesellschaft
unter
der Firmierung
«Labor
Veritas»
statt.
Der Eintrag
ins
Handelsregister
erfolgte
am
7.11.2001.
Die Aktiengesellschaft
Labor
Veritas
übernahm
von
der
Genossenschaft
Haus
der
Getränke
(bisherige
Genossenschaft
Labor
Veritas)
das gesamte
Mobiliar
sowie
die
Labor-
und
Büroeinrichtungen,
sämtliche
Kundenbeziehungen
sowie die
Rechte
am
Namen
«Labor
Veritas»
per 1.1.2002
(Sachübernahmevertrag).
Labor
Veritas
hat
sich
langfristig
in die
Liegenschaft
der
Genossenschaft
Haus
der
Getränke
an
der
Engimattstrasse
11 eingemietet
und
gleichzeitig
im Rahmen
eines
separaten
Dienstleistungsvertrags
mit der
Genossenschaft
Haus
der Getränke
technisch-naturwissenschaftliche
Branchenvertretungsaufgaben
übernommen.
Seit
dem 1.1.2002
besteht
unter
Labor
Veritas
unverändert
eine
Aktiengesellschaft,
die den
Mitgliedern
der erweiterten
Geschäftsleitung
(73
%)
und
den
Verwaltungsräten
(27 %)
gehört.
An der
1.
ordentlichen
Generalversammlung
vom
1.
April
2003
unterzeichneten
alle Teilhaber
einen
Aktionärbindungsvertrag,
der
für
eine
Veränderung
der
Trägerschaft
Einstimmigkeit
voraussetzt.
Die
Aktionäre
haben
mit
diesem
Schritt
ihren
Willen
kundgetan,
Labor Veritas als langfristiges
Projekt
zu betrachten
und zu
pflegen. |